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Intelligente Landwirtschaft: „Mit Meggsius gehe ich den nächsten Schritt in der intelligenten Geflügelhaltung.“

5 Min. Lesedauer veröffentlicht am 6 Dezember 2020
Meggsius

Als Legehennenzüchter hat Jos Nelissen stets den größtmöglichen Nutzen aus wissenschaftlichen Erkenntnissen, Forschungen und Datenerhebungen gezogen. Es ist daher keine Überraschung, dass er als erster in den Niederlanden die Modelle Select, Count und Detect aus der Meggsius-Serie der Vencomatic Group einsetzt – drei neue Produkte, mit denen Nelissen den nächsten Schritt zu einem intelligenten Geflügelhof machen kann.
 
Seit Jos Nelissen (57) und seine Frau Marieëtte (55) den elterlichen Bauernhof in Oirlo, Limburg, übernommen haben, sucht er nach Wissen, mit dem er den Geflügelhof verbessern kann. „Nach der Übernahme des Unternehmens im Jahr 1990 haben wir unseren Horizont in verschiedenen Gegenden der Welt erweitert. Wir waren neugierig auf andere Möglichkeiten, einen Geflügelhof zu betreiben.“ 

Eine kraftvolle Quelle 

Die Reise um die Welt eröffnete neue Perspektiven und säte den Samen für ein neues Unternehmen, das Jos und Marieëtte 2006 gründeten. Jos: „Ein Ei ist ein sehr schönes Produkt; alles für das Wachstum des Kükens ist darin enthalten.“ Das Ziel war es, das Ei auch als eine kraftvolle Quelle für die menschliche Gesundheit zu nutzen. Inzwischen sind daraus patentierte Lebensmittel zur Erhaltung der Gesundheit von Augen und Gehirn und zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen entstanden. „Für die Entwicklung und Patentierung von Nahrungsmitteln für die menschliche Gesundheit ist es notwendig, ähnliche Dossiers zu erstellen wie bei Arzneimitteln. Es ist sehr viel wissenschaftliche Forschung nötig, daher ist es gut, dass meine Leidenschaft der Wissenschaft gilt. Ich habe gelernt, wissenschaftliche Forschung weiterzuentwickeln und dazu mit Wissenschaftlern und Technikern zusammenzuarbeiten.“ 

Die Grundlagen 

Der derzeitige Geflügelhof Nelissen nutzt zwei Standorte in Oirlo mit 70.000 Legehennen auf der einen und 60.000 auf der anderen Seite. „Die Standorte sind 300 Meter voneinander entfernt, mit einer Straße dazwischen. Ich wollte keinen neuen Stall, daher verläuft der Eiertransport direkt unter der Straße.“ An beiden Standorten dreht sich alles um die Freilandhaltung, und Jos bezieht seine Legehennen seit dreißig Jahren von dem Züchter Lohman. Nelissen hat seine beiden Ställe mit dem Bolegg Terrace-System der Vencomatic Group ausgestattet. „Für mich steht dieses leicht zu belüftende Volierensystem für 'doppelt schön': schöne Bewegung für die Hühner und ein schöner Überblick über die Tiere für den Menschen. 

Die wissenschaftliche Brille 

Jos Nelissen betrachtet seine Legehennen immer wieder von der „Basis“ aus durch eine Art wissenschaftliche Brille. „Es ist wichtig für uns, wissenschaftliche Erkenntnisse zu nutzen, um die Hühner so glücklich wie möglich zu machen. Das führt zu guten Produktionsergebnissen. Man achtet sehr auf das Futter, das Klima und das Licht. Vor allem aber muss man das Verhalten der Tiere beobachten.“ Jos hat dazu Kameras in seinen Ställen, und so machte er eine wichtige Beobachtung. „Wenn wir mit dem Tierarzt in den Stall gehen, schauen wir uns die Farbe sowie den Zustand des Gefieders und natürlich das Verhalten der Hennen an. Durch die Kameras erfuhr ich, dass die Hennen ein unterschiedliches Verhalten zeigen, wenn man im Stall ist. Das Verhalten, das man durch die Kameras beobachtet, ist viel natürlicher und kann rund um die Uhr und 7 Tage die Woche beobachtet werden. Das hat uns gelehrt, Stress besser und schneller zu erkennen und sogar vorherzusehen. 

Die Ursachen kennen 

Jos sammelt alle Informationen über seine Hühner so weit wie möglich automatisch. Alles wird auf einem Dashboard übersichtlich dargestellt und die Informationen können gut analysiert werden. „Das möglichst effiziente und automatische Sammeln von Informationen führt zu mehr Zufriedenheit mit der Arbeit, es liefert aber vor allem neue Erkenntnisse.“ Mit dem Dashboard ist es einfacher, verschiedene Informationen zu kombinieren, so dass man oft schon frühzeitig erkennen kann, dass etwas nicht stimmt. „Auf einem Geflügelhof sind wir oft von Symptomen abhängig. In unserem Unternehmen können wir aber jetzt noch besser nach der Ursache suchen. Deshalb wollen wir so viele Daten wie möglich abrufen, so dass wir oft schon in einem frühen Stadium bemerken können, wenn etwas nicht stimmt.“ 

Denken auf der Ebene der Hühner 

Um noch mehr nützliche Informationen aus seinem Legehennenbetrieb zu erhalten, hatte Jos Nelissen bereits Eierzähler mit einer Datenverbindung zu seinem Dashboard im Einsatz. „Aber der Meggsius Count von Vencomatic, den ich jetzt habe, ist viel genauer.“ Seine Mitarbeiter haben bei der Einrichtung der Datenverarbeitung der Meggsius-Reihe geholfen. Jos: „Die Zusammenarbeit mit Vencomatic läuft gut. Dort wissen sie, wie man mit Hühnern umgeht, und sie haben auch die Techniker, die Ideen ausarbeiten können. Vencomatic kann sozusagen auf der Ebene der Hühner sehr gut mitdenken.“ Meggsius Count arbeitet mit Kameras an den Eierförderbändern, die den Eierfluss abbilden, so dass letztlich der gesamte logistische Prozess der Eier steuerbar ist. Laut Jos Nelissen ist Meggsius Count ein gutes Beispiel für einen intelligenten Geflügelhof. „In Kombination mit einem Impulszähler und der richtigen Software kann Meggsius Count feststellen, in welchem Teil des Stalls ein Ei gelegt wurde. Wenn sich durch den Meggsius Count herausstellt, dass in einem bestimmten Teil des Stalls Eier liegen, die vom normalen Bild abweichen, können Sie vor Ort nachsehen, was an der Stelle eventuell nicht stimmt.“ 

Fundierte Schlussfolgerungen 

Von den Produkten, die die Vencomatic Group speziell für den intelligenten Geflügelhof entwickelt hat, nutzt Jos Nelissen auch Meggsius Select. Dabei handelt es sich um eine Einheit, die vor dem Eierpacker platziert wird und mit der von jedem sich vorbeibewegenden Ei Kamerabilder gemacht werden. Auf diese Weise können Eier zweiter Wahl aussortiert werden, und die Fotos liefern auch viele zusätzliche Daten. „Beispielsweise kann man anhand der Fotos den Umfang des Eis messen und so dessen Gewicht berechnen. Dieses Eigewicht sagt auch etwas über den Zustand der Hühner aus. Da es viele Fotos gibt, ist die Wahrnehmung repräsentativ und man kann fundierte Schlüsse ziehen. Auf diese Weise können wir neue Zusammenhänge erkennen, was uns ein noch besseres Verständnis der Haltung ermöglicht.“ 

Wirklich genial 

Jos Nelissen ist besonders enthusiastisch, was den Meggsius Detect der Vencomatic Group angeht. Dieses neue Produkt erkennt undichte Eier, bevor sie den Eierpacker erreichen. Jos: „Als ich den Detect zum ersten Mal sah, wusste ich: 'Den will ich haben'. Wenn ein undichtes oder nasses Ei auftaucht, kommt es zu einem Kurzschluss zwischen zwei Polen, woraufhin die Zufuhrlinie stoppt. Ein undichtes Ei bedeutet normalerweise fünfzehn weitere verschmutzte Eier und eine verschmutzte Maschine. Jetzt kann man das alles verhindern.“ Auch bei diesem Meggsius-Produkt werden alle Daten aufgezeichnet und im Dashboard abgelegt. Wenn der Detect beispielsweise dreißig Mal hintereinander die Zufuhr stoppt, könnte das bedeuten, dass die Eierschalen nicht gut sind. Es kann aber auch bedeuten, dass mit einer Übergabe auf der Zufuhrlinie etwas nicht in Ordnung ist. Jos: „Der Detect ist ein echtes Genie – er trägt viel zu einer höheren Eierqualität bei!“ 

Neue Zusammenhänge 

Jos Nelissen ist mit der technischen Leistung von Select, Count und Detect zufrieden. „Sie führen direkt zu besserer Eierqualität und Effizienz. Und für unsere Mitarbeiter bietet es Bequemlichkeit, Übersicht und damit Zufriedenheit mit ihrer Arbeit. Darüber hinaus können wir auch den realen Arbeitsaufwand reduzieren, wir verarbeiten unsere Eier jeden Tag schneller und mit weniger Mitarbeitern. Früher haben wir an 2 Standorten mit jeweils 1 Person pro Verpackungsmaschine an jedem Standort die Eier abgeholt. Jetzt kann 1 Person fast die gesamte Linie mit der gleichen Anzahl von Eiern schaffen.“ Ein noch größerer Mehrwert wird laut Jos geschaffen, weil die neuen Produkte des Meggsius-Sortiments mit seinem Dashboard verbunden sind. „Mir stehen jetzt viele neue Daten zur Verfügung, die ich mit den anderen Informationen aus dem Stall kombinieren kann. Ich bin sicher, dass wir neue Zusammenhänge sehen und neue Dinge lernen werden. Mit diesen neuen Erkenntnissen werden wir in der Lage sein, das Wohlergehen der Tiere noch weiter zu verbessern, so dass sie sich schließlich das ganze Jahr über wohl fühlen und problemloser und leichter Eier produzieren können.“ 

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Herausgegeben von

Edwin Vlems
Edwin Vlems ist Marketing Manager der Vencomatic Group.

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